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Verfügbarkeit und FAQ für Lauterburg

Nachfolgende eine Zusammenstellung der bisher aufgetretenen Fragen und unserer Antworten hierzu:

Inhaltsverzeichnis


Weshalb wurden alle bisherigen Verträge zum 11.04.2022 gekündigt?

Die sdt.net AG hat bisher innerhalb von Lauterburg Leerrohre der Gemeinde genutzt. Die Gemeinde hat am 04.02.2020 der sdt.net die Leerrohre zum 19.04.2022 gekündigt (siehe PDF hier). (Die Zeitdifferenz vom 11.4. zum 19.4. ergibt sich dadurch, dass die sdt.net laut Vertrag zum Mietende zum Rückbau ihrer Kabel verpflichtet ist, was einige Tage Zeit benötigt.

Da es trotz diverses Bemühungen bis Ende 2021 noch keine Alternative gab hat die sdt.net am 17.12.2021 alle Verträge mit den Endkunden aus wichtigem Grund zum 11.04.2022 gekündigt. Die Frist von knapp 4 Monaten bot damit jedem Kunden ausreichend Zeit sich ggf. um eine Ersatzversorgung zu kümmern.

Wer ist „Schuld“ an der aktuellen Situation?

Die Gemeinde Essingen hat den Vertrag mit der sdt.net zum April 2022 gekündigt, sodass sdt.net nicht mehr versorgen kann (und nicht mehr muss). Wenn sdt.net sich einfach damit abgefunden und nichts getan hätte, dann hätte sdt.net jetzt ihre Technik abgebaut und alle Kunden in Lauterburg wären nun ohne Anschluss. Bildlich gesprochen hat die Gemeinde sich den Ast abgesägt, auf dem sie saß. Eine von ihr angedachte Folgeversor­gung durch die NetcomBW steht offenbar nicht rechtzeitig zur Verfügung. Dafür ist sdt.net aber in keiner Weise verantwortlich und lässt sich das auch nicht „in die Schuhe schieben“.

sdt.net war nicht untätig und hat im Interesse der Kunden und im eigenen wirtschaftlichen Interesse versucht die Versorgung unterbrechungsfrei sicherzustellen. Dabei wurde und werden wir von der Gemeinde behindert, vermutlich um „Zeit zu gewinnen“ für den von der Gemeinde gewünschten geförderten Glasfaser-Ausbau. Die Doppelzüngigkeit der Gemeinde ist einfach daran zu erkennen, dass sie einerseits den Kunden in Lauterburg rät keinen Vertrag mit der sdt.net abzuschließen, aber gleichzeitig für das eigene Rathaus einen neuen Vertrag mit der sdt.net abgeschlossen hat.

Weshalb möchte sdt.net in Lauterburg Glasfaser bauen?

Die sdt.net möchte selbstverständlich alle Kunden in Lauterburg weiterhin bedienen und als Kunden behalten. Da eine Anfrage nach einer weiteren Anmietung der Leerrohre bis Ende 2021 unbeantwortet blieben, hat sdt.net entschieden diese selbst auf eigene Kosten nochmals zu bauen. Unter Berücksichtigung der Fristen für die erforderliche Zustimmung und der Bauzeit wäre dies gerade noch bis 19.04.2022 möglich gewesen.

Investitionen in eine Kupfer-Versorgung sind jedoch im Grunde nicht mehr zukunftsfähig. Die künftig benötigten Bandbreiten können nur per Glasfaser realisiert werden. Ein Glasfaser-Ausbau rechnet sich wirtschaftlich i.d.R., wenn ca. 60 % der Gebäudeeigentümer einen Auftrag erteilen, da unabhängig von der Bestellmenge in jedem Fall durch jede Straße gebaut werden muss. Da die sdt.net bereits über 80 % aller Lauterburger Haushalte unter Vertrag hatte macht ein eigenwirtschaftlicher Ausbau Sinn. D.h. wenn ohnehin schon neu gebaut wird, dann gleich richtig – das ist die Idee…

Bekommt die sdt.net AG einen Zuschuss / Geld vom Staat?

Nein, die sdt.net erhält für Lauterburg keinen Zuschuss vom Staat und hat noch nie einen Zuschuss hierfür erhalten.

Warum kostet der Glasfaseranschluss extra Geld?

Die Herstellung eines Glasfaser-Hausanschlusses kostet viel Geld, im Durchschnitt ca. 4000 €. Alle uns bekannten Telekommunikationsunternehmen beteiligen die Gebäudeeigentümer an diesen Kosten mit einem Baukostenanteil. Die Deutsche Telekom berechnet z.B. 799 €. Die sdt.net berechnet zwar 999 €, aber erstattet bei Beauftragung eines Internet-/Telefonprodukts 240 € zurück, sodass Kosten von 759 € verbleiben. Dieser Betrag ist somit durchaus marktüblich.

Wenn wir den Anschluss kostenfrei anbieten würden, dann würde der Investitionsbedarf ansteigen und die Mehrkosten müssten letztlich auf das monatliche Entgelt umgelegt werden. Zudem lassen dann auch Gebäudeeigentümer einen Anschluss legen, die niemals vorhaben bei uns Kunde zu werden, was dann aber letztlich von allen anderen Kunden mit bezahlt werden muss.

Warum hat der Glasfaser-Vertrag 10 Jahre Laufzeit?

Das stimmt so gar nicht, bzw. Sie müssen schon genau hinschauen. Für einen Internet-Anschluss per Glasfaser schließen Sie bei uns zwei Verträge:

1. Der Grundstücknutzungsvertrag erlaubt uns die Verlegung der Glasfaser auf Ihr Grundstück. Der Vertrag muss vom Grundstückseigentümer abgeschlossen werden. Er wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann erstmals nach 10 Jahren gekündigt werden. Die Verlegung der Glasfaser wird einmalig berechnet, aber es entstehen keine monatlichen oder anderweitig fortlaufenden Kosten. Der Vertrag kann auch abgeschlossen werden, ohne dass Sie einen Internet-Vertrag bei uns abschließen, falls Sie nur die Anschlussmöglichkeit in Ihrem Gebäude vorbereitet haben wollen. (Der Vertrag hindert Sie auch nicht daran weitere Glasfaser-Anschlüsse bei anderen Anbietern zu beauftragen).

2. Der Vertrag über den Internet- und Telefonanschluss (i.d.R. sdt.privat) kann vom Eigentümer oder (jedem) Mieter eines Gebäudes mit uns abgeschlossen werden und liefert Ihnen Internet- und Telefon über den nach 1. gebauten Glasfaseranschluss. Dieser Vertrag kann mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit abgeschlossen werden und ist danach jederzeit mit Monatsfrist kündbar.

D.h. mit einem Auftrag für Glasfaser bei uns verpflichten Sie sich nicht auch Internet- und Telefon bei uns beziehen. Wenn Sie einen Internet-Anschluss bei uns bestellen, dann können Sie nach 12 bzw. 24 Monaten jederzeit kündigen.

Bekomme ich keinen Anschluss von einem anderen Anbieter, wenn ich bei sdt.net bestelle?

Gemäß Gesetz gibt es bei uns kein Monopol für Telekommunikation, sondern alle Anbieter stehen im Wettbewerb. Auch wenn Sie von uns einen Glasfaseranschluss haben können Sie bei einem anderen Anbieter einen solchen Anschluss bestellen. Ebenso wie wir Glasfaser bauen dürfen, auch wenn andere Anbieter schon Kupfer oder Glasfaser zu Ihnen verlegt haben. Der Gesetzgeber wünscht ausdrücklich einen „Infrastrukturwettbewerb“.

Die meisten Anbieter haben zudem Interesse ihre Glasfaser auch anderen Anbietern zur Mitnutzung anzubieten. Leider haben wir von der NetcomBW trotz Anfrage für Lauterburg bisher kein Angebot für eine Mitnutzung von deren Hausanschlüssen erhalten.

sdt.net kann das Kupfernetz jetzt noch betreiben, warum läuft mein Vertrag nicht einfach weiter?

Nachdem wir unseren eigenen Glasfaserausbau angekündigt haben, haben wir von der NetcomBW überraschend ein Angebot für die Anmietung von Leerrohren erhalten, die wir im Vorjahr erfolglos angefragt hatten. Den entsprechenden Vertrag haben wir am 24.03.2022 mit der NetcomBW abgeschlossen, sodass wir unsere bisherige Infrastruktur vorübergehend weiter betreiben können (müssen dafür aber jetzt mehr Miete bezahlen als zuvor).

Rechtlich ist es aber nicht möglich Sie ohne neuen Vertragsschluss weiter zu versorgen.

Alle Verträge sind gekündigt und können nicht von uns durch einseitige Erklärung einfach fortgesetzt werden. Einige Kunden haben z.B. bereits mit anderen Anbietern neue Verträge geschlossen und wünschen gar keine Fortsetzung.

Welche Vorteile hat ein Glasfaser-Anschluss?

Technisch gesehen ist ein Glasfaser-Anschluss die einzige zukunftssichere Lösung, denn hierüber sind auch zukünftig nahezu unbegrenzte Geschwindigkeiten möglich. Auch wenn wir derzeit „nur“ 250 Mbit/s für Privatkunden anbieten, so bieten wir z.B. für Geschäfts­kunden bereits bis zu 100 Gbit/s an. Keine andere Technologie kann Ihnen vergleichbare Leistungen anbieten.

Die Glasfaserkabel werden zudem in Leerrohren verlegt. D.h. selbst wenn es in 20 Jahren deutlich bessere Kabel geben sollte, können diese ohne erneute Bauarbeiten ausgetauscht werden.

Statistisch liegt der Wert eines Baugrundstücks mit Glasfaseranschluss ca. 4000 € über dem von Grundstücken ohne Anschluss. D.h. ein Glasfaseranschluss ist auch beim Grundstücksverkauf wertsteigernd.

Warum muss ich Glasfaser bestellen um weiter versorgt zu werden?

Ursprünglich sollte der Glasfaserausbau bereits laufen – jetzt kann er sich wegen der Vorgehensweise der Gemeinde etwas verzögern, aber soll dennoch sehr zeitnah erfolgen. Aus wirtschaftlichen Gründen macht es keinen Sinn Kupfer- und Glasfaser parallel zu betreiben, z.B. wird doppelt Technik und Wartung benötigt, es fallen doppelt Energiekosten an, und für das Kupfernetz müssen wir Miete an die Telekom bezahlen. Deshalb sollen alle Kunden so schnell wie möglich auf Glasfaser umgestellt werden, damit wir nur noch ein Netz betreiben müssen. Neue Verträge mit 24 Monaten Laufzeit könnten wir also nur auf Kupferbasis u.U. nicht mehr erfüllen oder diese müssten dann künftig wegen der geringen Nutzerzahl deutlich mehr kosten.

Was passiert, wenn ich keinen neuen Vertrag abschließe?

Wenn Sie keinen neuen Vertrag abschließen wird Ihr Anschluss zum 11.04.2022 abgeschaltet. Die leihweise überlassene Fritzbox müssen Sie an uns zurückgeben. Die Zuteilung Ihrer Rufnummern erlischt. Falls Sie bis zum 11.4.2022 noch kostenpflichtig telefoniert haben, erhalten Sie Anfang Mai von uns hierüber eine Abschlussrechnung.

Kann ich meine Rufnummern zu einem anderen Anbieter mitnehmen?

→ zum Vertragsende

Wenn Sie bei einem neuen Anbieter zum 11.04.2022 einen Anschluss beauftragen und geschaltet bekommen, so können Sie Ihre Rufnummern zu diesem Wechseltermin mitnehmen. Die Rufnummernmitnahme (Portierung) ist kostenlos. Der Portierungsauftrag muss über den neuen Anbieter bei uns eingehen und spätestens 10 Werktage vor Vertragsende vorliegen (siehe AGB § 16 Abs. 6)

→ nachträglich

Wenn Sie keinen Folgevertrag abgeschlossen haben wird Ihr Anschluss am 11.04.2022 abgeschaltet. Die Zuteilung Ihrer Rufnummern ist dann gleichzeitig erloschen. Die Rufnummern gehen dann entweder zurück in den Pool freier Nummern und werden ggf. wieder vergeben (wenn sie 7-stellig sind) oder werden nicht mehr erneut vergeben (wenn sie kürzer sind).

Die Rufnummern können nachträglich wieder zugeteilt werden, wenn Sie wieder einen Anschluss bei uns bestellen oder die Portierung zu einem anderen Anbieter nachträglich beantragen, und soweit die Rufnummern dann noch frei sind. Die Wiederzuteilung liegt im Ermessen des bisherigen Anbieters und ist u.U. kostenpflichtig. Ein Rechtsanspruch auf Wiederzuteilung der früheren Nummern besteht nicht.

Wie lange dauert eine Wiederanschaltung, wenn ich doch noch einen Vertrag abschließe?

Das ist schwer genau festzulegen, denn das hängt vom Auftragseingang bei uns insgesamt und den Bearbeitungszeiten ab, denn letztlich muss jeder Auftrag manuell bearbeitet werden. Entscheidend ist jedoch v.a., ob die Kupferleitung zu Ihnen bereits abgeschaltet wurde oder noch vorhanden ist. In letzterem Fall kann es schnell gehen, aber wenn die Leitung bereits abgeschaltet ist, dauert es mindestens zwei Wochen nach Auftrag, bis die Telekom diese wieder anschaltet.

Sollte ich auf einen geförderten Ausbau der Gemeinde warten?

Nach unserem Rechtssystem ist Telekommunikation Aufgabe privater Unternehmen. Die öffentliche Hand darf keine Telekommunikation anbieten (Art. 87f GG).

Die Gemeinde plant nun Fördermittel einzusetzen um hiermit eine Glasfasernetz zu errichten und möchte dieses dann an einen Anbieter verpachten. Die Förderung ist nur möglich, wenn die Gemeinde eine Markterkundung durchgeführt hat und kein anderer Anbieter einen Ausbau mit 100 Mbit/s bis 2023 realisiert. Die sdt.net hat einen Ausbau auf 100 Mbit/s zugesagt, zumal sie derzeit schon fast überall in Lauterburg dies anbietet. Aus unserer Sicht ist eine Förderung damit nicht möglich. Die Gemeinde hat dennoch eine Förderung beantragt, aber es ist eben nicht sicher, dass diese auch realisiert wird.

Wenn die Förderung abgelehnt wird, könnte es sein, dass dann kein Anbieter Glasfaser in Lauterburg baut, wenn gleichzeitig zu wenige Kunden bei sdt.net bestellt haben, weil diese abgewartet haben.

Kommt die Förderung doch könnte es „schlimmstensfalls“ passieren, das Sie einen Anschluss von sdt.net und noch einen „kostenfreien“ Anschluss der Gemeinde erhalten. D.h. dann hätten Sie dauerhaft die Möglichkeit zwischen zwei Anbietern zu wählen. Wenn es Ihnen lieber ist künftig keine Wahl zu haben können Sie auf den Anschluss der Gemeinde warten und die künftigen Preise der NetcomBW, die sie bis heute nicht kennen. (Unsere kennen Sie).


Glasfaserhausanschluss beauftragen

Bei gleichzeitiger Bestellung eines Glasfaserhausanschlusses haben Sie die Möglichkeit, Tarife mit 24 Monaten Mindestlaufzeit zu beauftragen. Gerne können Sie uns bei Interesse persönlich ansprechen. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@sdt.net.

Jetzt Verfügbarkeit prüfen und bestellen:

Bestellen Sie jetzt Ihren Tarif für Lauterburg. Falls Ihr Anschluss bereits abgeschaltet ist, achten Sie bitte darauf, dass Sie eine Neuschaltung beauftragen. Wählen Sie hierzu bitte bei Auftragsart folgende Antworten aus:

Die Neuschaltung ist auch ohne gleichzeitige Beauftragung eines Glasfaseranschlusses möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ihnen in diesem Fall nur Tarife mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten anbieten können.


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